Wie es dazu kam „Mallorca – hin und nicht zurück

Können Sie sich vorstellen, wie es ist, im Februar Mallorca hinter sich zu lassen und nach Deutschland zurückzuziehen? Von einer Insel, die Sie niemals mehr verlassen wollten?

Natürlich hatten wir gut Gründe: Unsere Tochter hatte zwar in fünf Jahren Spanisch und Mallorquin gelernt, aber für die Oberstufe hat es dann doch nicht gereicht. Was bringt es schon, wenn man vielleicht rechnen kann, jedoch die Textaufgabe nicht ganz knackt, weil noch immer das eine oder andere Wort nicht sitzt? Von Chemie oder Physik wollen wir gar nicht erst reden.

Und so saß ich nun in Köln fest und war nur am Jammern. Freunde weit weg, die Nachbarn hier hatten keine Chance, konnten sie doch nicht einmal ansatzweise so nett sein, wie meine geliebten Mallorquiner. Vom Wetter mal ganz zu schweigen …
Da nun aber Mosern allein auch nicht glücklich macht und ich gerade ein Fernstudium bei der „Schule des Schreibens“ in Hamburg absolvierte, beschloss ich, meine neu erworbenen Fähigkeiten umzusetzen. Meine Vorgabe war: Eine nette, vielleicht witzige, Liebesgeschichte, die natürlich auf Mallorca spielt; ich wollte ja wenigstens mental ein wenig Land gewinnen…

Ja, zugegeben, sie ist schlicht und vorhersehbar geworden. Was aber sicherlich auch an der romantisch-verträumten Autorin liegt, die die rosarote Sonnenbrille auch nach fast 25 Jahren Beziehung nicht abgesetzt hat. Allein die Vorstellung, mein Mann — der es immer noch schafft, die Schmetterlinge tanzen zu lassen — würde mir wegen einer Sybille Simmerlein „abhandenkommen“, ist für mich Konflikt genug! Das reicht vollkommen! Mehr Probleme bräuchte es nicht, um mich in das desolate Stadium eines niederschmetternden Selbstmitleids abstürzen zu lassen, wobei ich ganz nebenbei zur Werbeikone für Tempotaschentücher aufsteigen würde …

Wie auch immer, möchte ich mich an dieser Stelle aber ganz herzlich für die zahlreichen Rezensionen bedanken, auch wenn ich heute die Zeit nicht mehr finde, auf jede einzeln zu antworten. Ich habe mich sehr gefreut, dass es so vielen ein Bedürfnis war, mir eine Beurteilung zu schreiben, und damit meine ich ALLE Rezensenten.
Positive Kommentare bauen mich auf, an negativen, in denen mir Leser erklären was ihnen nicht gefallen hat, kann ich nur wachsen. Das macht Mut und treibt mich an den Rechner zurück.

Danke, danke, danke!